Frühjahrskonzert 2012 (Südkurier)

Beim Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Blumberg erlebten die Zuhörer in der vollen Stadthalle eine denkwürdige Ehrung. Verbandspräsident Heinrich Glunz zeichnete fünf Aktive aus. Sie sind insgesamt 190 Jahre bei der Stadtkapelle aktive Musiker.

Was für ein Ohrenschmaus! Die Stadtkapelle Blumberg bot beim Frühjahrskonzert am Samstag in der vollen Stadthalle eine Galavorstellung. Verbandspräsident Heinrich Glunz ehrte fünf verdiente Aktive und schwärmte begeistert von der Qualität und Bandbreite dieses Spitzenorchesters im Blasmusikverband Schwarzwald-Baar.

Schon beim Auftaktstück Lord Tullamore setzte Dirigent Michael Jerg geschickt die einzelnen Register ein, bestechend der messergenaue Schluss, das Publikum applaudierte begeistert. Bei Vivaldis Piccolo Concerto in C-Dur blies Melanie Kindler auf der Piccolo-Flöte ein begeisterndes Solo, sie war eine von zahlreichen Solisten. Wie lebendig ein Volksfest in Neapel ist, demonstrierte das Orchester mit Neapolitan Holiday. Spielfreude pur. Dieses Stück intoniert die Stadtkapelle auch beim Wertungsspiel am 12. und 13. Mai in Hausen vor Wald, der Besuch lohnt sich. Gehobene Unterhaltungsmusik bot American Graphity des bekannten japanischen Arrangeurs Naohiro Iwai, der darin Evergreens verarbeitet hat. Von vielen Soli sei das von Marc Löffler auf dem Tenorsaxophon erwähnt.

Einen feurigen Flamenco hörte das Publikum bei Fuego del Alma mit Trompetensoli von Peter Feederle und Werner Vogt. Dirigent Jerg ließ einzelne Register den Rhythmus klatschen, als zusätzlicher Klangkörper im Orchester.

Ein viel beklatschtes gemeinsames Schlagzeugsolo spielten Andreas Kuntz und Oliver Felbinger nach der Pause in „Windows of the World“, einem chinesischen Themenpark, gut waren auch die Soli von Roland Merz am Saxophon und Susanne Freitag auf der Posaune. Beim Charles-Chaplin-Medley weckte die Stadtkapelle Erinnerungen an den großen Schauspieler und seine Filme. In die Welt von Schwarz und Weiß entführte die Oper Porgy and Bess von George Gershwin. Mitreißender Bigbandsound mit vielen Soli dann in Glenn Millers Hit „In the Mood“.

Als Hommage an die kürzlich gestorbene Sängerin Whitney Houston sangen Anja und Regina Schmieder When You Believe. Nach rauschendem Beifall sang Anja als Zugabe „I will always love you“. Nach der 2. Zugabe „Just a closer walk with thee“ feierte das Publikum mit langem Beifall die Stadtkapelle. Sie alle hatten ein temperamentvolles und mitreißendes Konzert erlebt, wie es die Vorsitzende Angelika Sedlak zu Beginn angekündigt hatte. Und Bernd Kühl hatte wieder launig moderiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.