Frühjahrskonzert 2011

Von Carmen bis Abba – einfach Spitze

Blumberg – Schwung- und  gefühlvoll, frech und kunterbunt, emotional und dramatisch, witzig und  charmant, vielseitig und abwechslungsreich, präsentierte sich die  Stadtkapelle Blumberg beim Frühjahrskonzert am Samstagabend in der ausverkauften Stadthalle. Die Schützlinge von Michael Jerg brillierten  beim Streifzug durch die internationale Musikszene und meisterten selbst die schwierigsten Stationen mit Bravour.

Entsprechend begeistert wurde das vielseitige Orchester vom restlos überzeugten Publikum gefeiert.

HörnerSchon bei der Begrüßung versprach die Vorsitzende Angelika Sedlak den Zuhörern “ein etwas anderes” Konzert. Mit einem Marsch, man höre und staune, wollten die Musiker dieses Versprechen gleich in die Tat  umsetzen. “Pomp and Circumstance” ist aber nicht irgendein Marsch.

Es ist die inoffizielle Nationalhymne Amerikas, bei dem das Blumberger Orchester sein ganzes Volumen ausspielte und nicht nur den Geschmack des älteren Publikums auf den Punkt traf. Das südländische Temperament, bis hin zum dramatischen Tod der schönen Zigeunerin, kam bei dem Streifzug durch die Oper “Carmen” zum Ausdruck.

Mit ihren Instrumenten, aber auch mit den Händen, Füßen und dem Mund machten die Musiker das ganze Ausmaß des Hurrikans Katrina deutlich, der vor fünf Jahren New Orleans verwüstete. Das Trompetensolo von Louis Armstrong, gespielt von Peter Feederle, war der emotionale Einstieg in die Naturkatastrophe.

Orientalische Klänge gaben beim “Karachi Boulevard” den Blick auf die  viertgrößte Stadt der Welt frei. Der Ausflug nach Pakistan beeindruckte durch die Vielfalt an Impressionen. Die Flower-Power-Protestwelle gegen  “alles und jeden”, die in den 70er-Jahren weltweit aufbrandete, kam bei  den Hits zum Musical “Hair” zum Ausdruck.

Wie Bigband und Blasmusikorchester zu einer Einheit  verschmelzen und dabei absolut harmonieren, demonstrierten die  Jerg-Schützlinge nach einer Weinpause bei dem “Absolut Crossover”. Wer  kennt nicht Pink Floyds gewaltiges Meisterwerk “The Wall”, eine in sich stimmige Collage aus Bildern und rockiger Musik. Beim Abba-Streifzug über den Broadway spielte die Stadtkapelle mit den Schmieder-Sisters  auch ihr ganzes stimmliches Potential aus.

Mit dem “King of Swing”, Benny Goodman, verabschiedeten sich die Musiker – nicht ohne zwei stürmisch geforderte Zugaben und dem obligatorischen, inzwischen “blau-silbernen” Polizeiwitz von Bernd Kühl, der ansagetechnisch auch durch “gekonnte” Versprecher glänzte.

Erste Seite des Programms

Erste Seite des Programms

Zweite Seite des Programms

Zweite Seite des Programms

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